contextuelles

Was macht ein Contextueller Coach?

Auf jeden Fall nicht ordentlich gendern. Vielleicht habe ich damals eigentlich nur mein Germanistikstudium abgebrochen, damit ich mich heute nicht mehr moralisch der deutschen Grammatik verpflichtet fühlen muss – und ungestraft einen Begriff wie Coachin irgendwie merkwürdig finden darf. Vielleicht will ich hiermit auch nur davon ablenken, dass es mir tatsächlich schwer fällt, meine persönliche Erfahrungen mit Contextuellem Coaching in einigermaßen sinnstiftende Worte zu verpacken.

… aber hey, wozu das Rad bzw. die Philosophie neu erfinden, wenn ich Dich auch einfach auf die Webseite von Anna Craemer weiterschicken kann – meine wundervolle Ausbilderin und Inspirationsquelle, die praktischerweise auch noch die Tochter der Erfinder, Maria und Stefan Craemer, ist – auf www.annacraemer.com findest Du alle Informationen und Hintergründe zur Contextuellen Coachingmethode und -theorie.

Was fragt ein Contextueller Coach?

oder: Contextuelles Coaching ist keine Toolbox für Tipps und Tricks

Achtung, klassische Coachingausgangs-, aber eigentlich Fangfrage: „Wie schaffe ich es endlich, mein Ziel xy (abnehmen, mehr Geld, die bestandene Prüfung, den Weltreiseplan, die Weltherrschaft im Allgemeinen) auch wirklich durchzuziehen?“

Fangfrage deshalb, denn eigentlich weißt Du es bereits. Nur Antworten wie „Diät und Bewegung“, „mehr Aufträge an Land ziehen“, „auf den Hintern setzen und lernen“, „endlich die Route festlegen“ oder „vermutlich gar nicht“ reichen oft nicht aus. Denn selbst wenn Du Dein Ziel am Ende mit enormer Willenskraft erreichst, stehst Du sofort mit der gleichen Ausgangsfrage aka wie Ochs am Berg vor dem nächsten Zieldilemma – weil Dir keiner die Fragen gestellt hat, mit denen Du Dich zum Profi Deiner ureigenen Zielerreichungsmethodik machst.

Deshalb fragen wir im Contextuellen Coaching weniger nach dem “Wie?”, also nach einem Werkzeug aus der genauso viel zitierten wie irgendwie schwammig bleibenden Toolbox, sondern eher nach dem “Warum?” bzw. “Warum nicht?” oder noch besser nach Deinem persönlichen “Wozu?“.

Wo willst Du hin? Wozu bist Du losgegangen? Warum bist Du noch nicht da, wo Du sein willst? (oder zumindest sagst, sein zu wollen?) Was steht Dir im Weg? Womit manipulierst Du Dich?

Was ist die Frage HINTER Deiner Wie-Frage?

Contextuelles Coaching ist kein Mindset Coaching

Auch wenn wir natürlich die ganze Zeit über „a person’s way of thinking and their opinions“ [Definition mindset im Cambridge Dictionary] sprechen. Es geht nicht darum, nette Affirmationen wie die metaphorische Marmelade auf die psychologisierte Glaubenssatz-Scheiße zu schmieren, die Du Dir eigentlich selbst nicht glaubst – und deshalb unterbewusst sogar abwerten musst. Es geht darum, tiefer zu gehen und Deine hinderlichen Schlussfolgerungen und innersten Überzeugungen wirklich und endlich aufzulösen. Dafür schauen wir uns die Ebene noch unter den gängigen Glaubenssätzen an. Crazy Shit, ich sag’s Dir, aber so unendlich befreiend!

Contextuelles Coaching ist kein Motivationstraining

Denn hast Du schon mal ohne Motivation Deine Spülmaschine ausgeräumt? Und? Hat geklappt? Eben. Du brauchst nämlich eigentlich keine Motivation. Ich auch nicht. Und uneigentlich übrigens auch nicht.

Kleiner Klugscheißer-Funfact am Rande: Motivation kommt von lateinisch movere, was zwar schon auch bewegen heißt … allerdings fällt mir in letzter Zeit immer mehr auf, dass die Nebenbedeutungen wie überlegenabwägen und sich beeindrucken lassen die Menschen eher dazu “motiviert“, in der passiven Überlegung stehen zu bleiben und auf die große Eingebung zu warten. Die Motivation soll’s irgendwie bringen und richten oder zumindest ihre Abwesenheit den Stillstand rechtfertigen. Das kann man natürlich machen, man muss dann nur auch Bock auf die Konsequenzen haben.

Contextuelles Coaching ist kein 5-Schritte-Plan oder einfaches Erklärungssystem

Ich weiß, ich weiß, wir suchen alle danach. Als ich 2020 (wiedermal) vor der Frage stand, wer ich denn eigentlich bin, wenn ich nicht mehr glauben möchte, was ich mir selbst seit Jahrzehnten relativ erfolgreich im Innen, aber zugegebenermaßen grandios erfolglos im Außen, erzählt hatte, zu sein. Ich habe sogar erstmal eine komplette Human Design Coaching Ausbildung gemacht, weil ich spirituelle Erklärungsmuster und eine Bedienungsanleitung fürs Mensch-Sein ehrlich gesagt immernoch krass attraktiv fände … nur wie man am Ende gechannelter Erklärungsversuche dann Mensch IST, konnte mir keiner sagen. „Ein Glück!“, sage ich heute, denn ist es nicht eigentlich viel spannender, wie DU funktionierst? Und zwar nicht in erster Linie als Teil eines äußerlichen Systems, sondern als Du?

Contextuelles Coaching ist kein Ponyhof, macht aber bessere Gefühle

Dafür gebe ich Dir mein Wort.

Trotzdem, wenn Du ein Contextuelles Coaching mit mir buchst, werden wir uns nicht gemütlich zusammensetzen, um vom Sofa aus durch pure Willenskraft, Manifestation oder wie die next shiny Tools da draußen auch alle heißen, mühelos aus dem Hut zaubern, was auch immer Du will. Denn Du KANNST natürlich alles erreichen – aber nur, WENN Du bereit bist, die Bedingungen für Deine Ziele zu erfüllen. Und das hat immer mit Commitment und meistens auch was mit aktiv werden und losgehen zu tun.

Spoiler Alert: Die erste Bedingung von ALLEM ist herauszufinden, was die Bedingungen sind. 

… und das musst Du definitiv nicht alleine tun. Ein paar universelle Bedingungen haben die Erfinder der Contextuellen Philosophie, Maria und Stephan Craemer, bereits freundlicherweise herausgefunden …  ein paar weitere habe ich natürlich in meiner Ausbildung bei Anna Craemer gelernt und kann es gar nicht erwarten, die mit Dir zu teilen … Deine individuellen Bedingungen – oder auch, was Dir für deren Erkenntnis noch im Weg steht – findest Du allerdings nur selbst heraus.
Mit Contextuellem Coaching geht das halt einfach einen Ticken schneller und freudvoller. Also vielleicht doch ein bisschen Ponyhof? Kannste dann ja mal berichten!

Contextuelles Coaching ist keine Psychotherapie

Last but not least & ganz wichtig, bitte! Ein Coaching kann keine medizinische Behandlung/Diagnostik, noch eine psychotherapeutische Betreuung ersetzen. In akuten psychischen Krisen und bei physischen Beschwerden und Symptomatiken sind Dein Arzt oder ein psychiatrisches Versorgungsteam vor Ort Deine erste Anlaufstelle. Coaching ist keine Psychotherapie. Solltest Du bereits in psychiatrischer, insbesondere medikamentöser, Behandlung sein, halte bitte Rücksprache mit Deinem Arzt oder Therapeuten.

Ansonsten gibt es im Coaching, egal ob Contextuellem oder nicht, meines Erachtens keine Fragestellung, die es nicht gibt. Du brauchst auch keine Vorkenntnisse oder so mitbringen. Selbstverantwortlichkeit, sowie normale psychische und physische Belastbarkeit natürlich vorausgesetzt. Ich gehe davon aus, dass Du Deine psychischen und emotionalen Grenzen selbst einschätzen kannst (oder zumindest bereit bist, das zu lernen) und entsprechend verantwortungsbewusst handelst. Du trägst IMMER die volle Verantwortung für Dich und Dein Handeln – im Coaching wie im Leben, aber das weißt Du eh – deshalb übernehme ich selbstverständlich auch keinerlei Haftung für gesundheitliche & psychosomatische Beschwerden, die während oder nach unserer Zusammenarbeit auftreten.

Aber genug von Hintergründen und hochnotoffiziellen Disclaimern – lass uns über Commitment sprechen!